www.netcon-interactive.com
Bitte warten...
deutsch  |  english
suche
startseite
save salzau
rund ums festival
shop
presse
wir über uns
jobbörse
sponsoren
verein
hauptsponsoren:
kontakt/impressum
startseite > programm & tickets > programmübersicht > In elysischen Gefilden
15.7.
Rendsburg
Christkirche
Donnerstag  20 Uhr   K 9
€ 54, 47, 37, 27, 10,
In elysischen Gefilden
Chiyuki Okamura Sopran
David Wilson-Johnson Bass
Vincent Dubois Orgel
Schleswig-Holstein Festival Chor
Ensemble orchestral de Paris
Rolf Beck Dirigent
Francis Poulenc
Konzert g-Moll für Orgel, Streichorchester und Pauken
Antonio Vivaldi
Gloria D-Dur RV 589
Gabriel Fauré
Requiem op. 48
Dramatisch und schwer sind die meisten Requiem-Vertonungen von Mozart über Verdi bis hin zu Penderecki. Geradezu überirdisch schön, feinsinnig-zart und paradiesisches Glück verheißend ist dagegen das Requiem des Franzosen Gabriel Fauré. »Man hat gesagt, mein Requiem würde nicht den Schrecken des Todes ausdrücken, irgendjemand hat es ein Wiegenlied des Todes genannt. Aber so empfinde ich den Tod: wie eine glückliche Erlösung, ein Seh-nen nach der Glückseligkeit im Jenseits, weniger wie einen schmerzvollen Übergang«, äußerte sich der Komponist einmal über sein so ganz aus der Tradition fallendes Werk. Fauré verzichtet ganz bewusst auf die Sequenz »Dies Irae« (Tag des Zornes) mit den Schreckensandrohungen des Jüngsten Gerichts und beschränkt sich auf die Vertonung von dessen letztem Vers, dem »Pie Jesu« (Gütiger Jesu). Trost und Hoffnung spricht auch aus dem letzten Satz, »In Paradisum«. In zarter Klanglichkeit lässt Fauré den Hörer hier endgültig ins himmlische Elysium entschweben. An die Seite des ätherisch-klangzauberischen Fauré-Requiems hat Rolf Beck, Gründer und künstlerischer Leiter der Chorakademie, Poulencs neobarockes Konzert für Orgel, Streichorchester und Pauken und Vivaldis glanzvoll-freudiges »Gloria« gestellt. Wenn Poulencs Konzert auch kein sakrales Werk ist, so wünschte sich der Franzose doch einen Gebrauch im Gottesdienst. Drei »kirchliche« Werke dreier Komponisten, in deren Schaffen die Sakralmusik nur eine untergeordnete Rolle spielt, denen aber mit den genannten Werken ganz große Würfe gelangen: die beiden Konzerte der Chorakademie warten mit etwas ganz Besonderem auf.
  
 
© 2010 Stiftung Schleswig-Holstein Musik Festival